Stärkeres Bewusstsein und neue Ideen für männliche Opfer von Häuslicher Gewalt

Am 24. Januar hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales zur Kick-off-Veranstaltung eingeladen. Fachkräfte aus ganz Bayern waren angereist, um ihre Angebote vorzustellen und neue Netzwerke aufzubauen. Selbstverständlich war auch das MIM anwesend. Doch blicken wir zunächst auf die Ausgangslage: Laut kriminalistischer Lagedarstellung von 2015 waren bei rund 18% aller polizeilich erfassten Fälle von Häuslicher Gewalt die Opfer männlich (s. Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt). Die geschätzte Dunkelziffer liegt – wie bei fast allen Gewaltdelikten – weitaus höher. Um die Häusliche Gewalt gegen Männer zu verringern bedarf es also neuer Blickwinkel, Ideen und einem erweiterten Öffentlichkeitbild für diese Problematik.

In einem neuartigen Projekt wird das MIM eine flächendeckende, südbayerische Opferberatung anbieten können. Dank der Finanzierung vom Staatsministerium sollen Männer im Raum Oberbayern, Niederbayern und der südlichen Oberpfalz durch professionelle Hilfe individuell unterstützt werden. Genaue Projektinformationen folgen in den kommenden Wochen auf der Homepage des MIM.

 

Foto ©: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, 2020